Zeittafel

Nara-Epoche
von 710 bis 794

Nach 700 verschiebt das kaiserliche Japan seine Grenzen nach und nach in nördliche Richtung und dringt bis in das Gebiet der Ainu, die in den folgenden Jahrhunderten bis Hokkaido zurückgedrängt wurden.
Mit Heijo (heute Nara) bekommt Japan seine erste dauerhafte Hauptstadt, in der eine stetig wachsende Zahl von Hofadeligen und Beamten die Politik des Staates unter der Kaiserin Genmei bestimmt. Das Land erlebt in dieser Epoche eine bis dahin nicht gekannte kulturelle Blüte: So wird unter anderem die japanische Poesie begründet, es werden prächtige Tempelanlagen errichtet und verschwenderisch dekorierte Großplastiken aufgestellt.
Auf der anderen Seite verarmen die einfachen Bauern und Fischer, die für die wachsenden Staatsausgaben aufkommen müssen. Dennoch entstehen in den folgenden Jahrhunderten viele neue, weitgehend unabhängige Großgrundbesitztümer, der Landadel erhält die Bezeichnung daimyo.