Zeittafel

Heian-Epoche
von 794 bis 1185

Aufgrund schlechter Omen und Intrigen verlegt Kaiser Kammu zu Beginn der Heian-Epoche seine Residenz nach Norden, wo sie unter dem Namen Heian (später Kyoto) aufblüht. Um das Jahr 1000 entsteht dort eine eigenständige japanische Hofkultur mit einem Rangsystem, das das Leben des Adels bestimmte.
Insbesondere die FUJIWARA konnten ihren Einfluss auf die Staatsgeschäfte vergrößern, aus derem Hause die Frauen stammen, die mit den Kaisern vermählt werden. Die männlichen Familienmitglieder rücken über diese geknüpften verwandtschaftlichen Bande in hohe Positionen auf, sodass die Fujiwara von 858 bis 1087 das Land regieren. Zuvor jedoch reist der Mönch KUKAI nach China und systematisiert nach seiner Rückkehr die bis dahin regellose Manyogana-Silbenschrift. Damit wird er zu einem der Begründer der heutigen japanischen Schrift.
Erst Kaiser SHIRAKAWA, dessen Mutter keine Fujiwara ist, gewinnt die Macht zurück, indem er seinen minderjährigen Sohn zum Tenno ernennt, sich selbst aber in ein Kloster zurückzieht, um von dort aus die Staatsgeschäfte bis 1087 zu lenken. Bis in das 13. Jahrhundert wird Japan fast durchgängig von „Klosterkaisern“ regiert. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts kommt es zur Herausbildung der SAMURAI.