einheimische Früchte

Hier zu Lande wird angenommen, dass Früchte in Japan zu teuren Delikatessen gehören, welche auf komplizierte Weise von außerhalb eingeführt werden müssen. Hohe Preise für Früchte sind jedoch auch in Japan eine Seltenheit; in gängigen Supermärkten werden diese zu ähnlich moderaten Konditionen angeboten. Im Folgenden hier nun eine Liste der für manch einen unbekannten japanischen Früchte.

Nashi - japanische Birne.
Obwohl die japanische der westlichen Birne sehr ähnlich ist, gibt es doch eine Anzahl signifikanter Unterschiede. Nashi sind größer und runder, beim ersten Bissen deutlich knackiger und einen dezenteren Geschmack. Saison haben die Nashi-Birnen während des Spätsommers und Herbstes und werden normalerweise geschält gegessen. Angebaut werden sie seit mehreren hundert Jahren. Das westliche Äquivalent ist auch in Japan erhältlich und nennt sich yonashi [westliche Birne].

Ringo - Äpfel.
Mit dem Anbau von Äpfeln wurde während der Meiji-Epoche um 1870 begonnen. Heutzutage ist es eine der bekanntesten Früchte in Japan und eine der wenigen, die in großen Mengen nach Übersee exportiert werden. Saison haben sie im Herbst und frühen Winter. Am populärsten ist der knackig-rote Fuji, der seinen Namen von einer kleinen Stadt in der Präfektur Aomori hat, wo er seit 1930 angebaut wird. Bis heute wird in Aomori die größte Menge an Äpfeln geerntet.

Kaki - japanische Sharonfrucht.
Kaki ähneln in ihrer Form und Größe den Äpfeln und werden wie diese roh und geschält gegessen. Sie werden zum Teil aber auch wie Feigen zunächst getrocknet. Saison hat die Sharonfrucht, die geschmacklich eine Mischung aus Birne und Aprikose ist, im späten Herbst und Winter. Sie wird, ursprünglich aus China stamment, seit dem 7. Jahrhundert in Japan angebaut.



Mikan - Mandarin-Orange.
Mikan sind der populärste Orangentyp in Japan, welcher als kan bekannt ist. Andere Variationen laufen unter dem Namen iyokan, ponkan und andere. Mikan lassen sich leicht schälen und haben in Japan generell keine Kerne. Gegessen werden sie als Dessert oder Snack und dies vorrangig im Frühwinter. Eingeführt wurden die Mikan etwa um 1600 aus China, heute ist die japanische Landwirtschaft selbst Produzent und sogar Exporteur. Besonders berühmt für ihre Orangen sind die Präfekturen Wakayama und Ehime.

Yuzu.
Yuzu sind saue, zitronengroße Früchte, die einen spezifisch japanischen Duft verströmen. Während Yuzu wenig Fruchtfleisch haben, wird ihr Saft oft zum Würzen und ihre Rinde als Garnitur verwendet. Zur Wintersonnenwende werden Yuzu traditionell als Zugabe für heiße Bäder benutzt. Yuzu wurden aus China nach Japan während der Asuka-Zeit (538-710) eingeführt. Heute werden sie auf der Insel Shikoku angebaut. Yuzu sind während Wintermonate Saison.

Kinkan.
Kinkan sind kleine, orangenähnliche Früchte, die normalerweise ungeschält gegessen werden. Sie sind angenehm sauer, aber erheblich bitterer als die Yuzu. Zudem haben sie weniger Fruchtfleisch und deutlich mehr Kerne. Sie werden gewöhnlich benutzt, um Marmelade oder süßen Likör herzustellen. Saison haben die kleinen Früchte im Winter. Kultiviert werden sie vorwiegend auf der Insel Kyushu, vorrangig in der Präfektur Miyazaki.
Ein Rezept zur Verarbeitung von Kinkan findet ihr unter diesem Link.

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